Transbase® Edge & Vorgängerversionen

Die neue Version Transbase® Edge (V. 8.1) ist die Erweiterung von Transbase® Mobile für IoT-Endgeräte. Sie ist ab November 2017 allgemein verfügbar und zeichnet sich durch eine neue Single Prozess Architektur (SPA) und neue Features aus, die v.a. für den Support von mobilen Applikationen und Edge Computing (IoT) zum Einsatz kommen.

Durch die neue Single Prozess Architektur (SPA) kann Transbase® Edge als IoT-Datenbank betrieben werden. Es ist nur für eine einzige Applikation bekannt und verfügbar, braucht keinen systemweiten Service und wird in den Prozess der Applikation fest als Microservice eingebunden. 

Transbase® Edge eignet sich bestens, um den Zugriff von außen auf die Datenbank auf eine einzelne Applikation einzuschränken. Transbase® Edge erweitert den Plattformen-Support für Android und iOS und somit den Betrieb von Transbase® auf Smartphones oder Tablets. 

Single Prozess Architektur (SPA)

Die wichtigste und umfassendste Neuerung in V. 8.1 von Transbase® ist die Umstellung von einer Multi Prozess Architektur (MPA) auf eine Single Prozess Architektur (SPA). Transbase® läuft jetzt als ein einziger Prozess namens transbase.

Das bedeutet:

  • Für jede Clientconnection ist jetzt ein dedizierter Thread innerhalb von Transbase® zuständig.
  • Das datenbankspezifische Shared Memory wird durch Speicher innerhalb von Transbase® ersetzt.
  • Seine Größe kann nun dynamisch auf die zu verarbeitende Datenmenge angepasst werden.
  • Die früheren tbadmin-Dienste werden über eine Datenbank admin mittels neuer SQL Kommandos erbracht.
  • Die Administrationsfunktionen sind nun alle netzwerkfähig.

Die Vorteile dieser neuen Single Prozess Architektur (SPA) sind:

  • wesentlich einfachere Prozessstruktur:
    Beim Start des Prozesses transbase wird die komplette Funktionalität bereitgestellt.
    Bei der Beendigung des Prozesses sind damit alle Datenbankdienste beendet.
    Einzelne Datenbanken können weiterhin einzeln gebooted und heruntergefahren werden.
  • effizienteres Starten und Beenden neuer Clientconnections
  • schnellere und einfachere Kommunikation und Synchronisation zwischen Threads
  • Möglichkeit zum Betrieb von Embedded Datenbanken als Microservices

Microservices:

Ein Connect zu Transbase® Edge kreiert – wie oben beschrieben – einen dedizierten Thread in der Applikation, der die Datenbankoperationen realisiert. Es sind auch mehrere Connects in mehreren Threads und der mehrläufige Betrieb von Transbase® innerhalb einer einzelnen Applikation möglich.

Neue Plattformen:

Im Zuge der Veränderung der Systemarchitektur wurden viele Vereinheitlichungen realisiert, so dass die Portierbarkeit von Transbase® nochmals verbessert werden konnte. Transbase® ist jetzt LSB 4.1 konform.

Als neue Plattformen stehen jetzt zur Verfügung: Android, iOS, Raspberry Pi sowie alle früheren Server-Plattformen. Bei den Server-Plattformen werden alle Linux-, UNIX-, BSD-, Windows- und Solarisderivate unterstützt sowie MacOS.

Protokoll-Optimierungen:

Für eine häufige Klasse von Anfragen, nämlich One-Row-Selects, wurde eine erhebliche Protokolländerung vorgenommen, so dass jetzt nur noch ein Round-Trip benötigt wird. Dies führt insbesondere bei langsamen Leitungen zu einer erheblichen Verbesserung der Performanz. Vergleichbare Protokoll-Optimierungen konnten bei verteilten Transaktionen realisiert werden.


>>>>> Transbase® V. 8.1 ab November 2017 verfügbar (ELS für V. 6.9.1 und früher)

Transbase® V. 8.1 ist ab November 2017 erhältlich. Das bedeutet für die verfügbaren Vorgängerversionen von Transbase®:

  • V. 6.9.1 und früher: Unterstützung nur mehr über ELS-Support erhältlich
  • V. 7.1.2: regulärer Support bis 31. Mai 2018, danach Support über ELS-Support erhältlich

Wir empfehlen die Umstellung älterer Versionen (V. 6.9.1 und früher) auf V. 7.1.2 oder V. 8.1.

Informationen über wesentliche Änderungen der einzelnen Versionen und den damit verbundenen Umstellungsaufwand erhalten Sie hier.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Umstellung auf eine neuere Version? Dann kontaktieren Sie uns gerne für entsprechende Consulting-Leistungen.


Transbase® V. 7.1.2

Transbase® V. 7.1.2 (64bit) bietet Ihnen als Anwender eine erhebliche Leistungssteigerung gegenüber V. 6.9 durch die direkte Unterstützung der nativen 64bit Architektur. Wir haben für Sie implementiert:

Nutzung größerer Caches:

Die Nutzung größerer Caches (64bit Architektur), die sich durch den Wegfall der 4 GB Beschränkung von 32bit Systemen ergibt, ermöglicht auch auch den vollständigen Betrieb sehr große Datenbanken im Hauptspeicher und somit deutliche Geschwindigkeitsvorteile.

Benutzerspezifischer Namensraum:

Transbase® V. 7.1.2 wurde um einen benutzerspezifischen Namensraum erweitert. Zwei Benutzer Max und Moritz können jeweils eine Tabelle T erstellen, auf die sie mit T oder mit Max.T oder Moritz.T zugreifen können. Dadurch wird der Betrieb von vielen, gegeneinander abgegrenzten Benutzern (Web-Anwendungen) deutlich vereinfacht.

Erweiterte Kommunikation:

Transbase® Version 7.1.2 verfügt neben der TCP/IP-Kommunikation zwischen Client und Server im Netzwerk zusätzlich über Pipe-Kommunikation. Diese vereinfacht die Interprozesskommunikation zwischen Applikationen und Server auf dem gleichen Rechner. Darüber hinaus bieten Pipes Verbesserungen der Kommunikationsgeschwindigkeit, insbesondere beim Verbindungsaufbau.

Verbesserte Replikation:

Transbase® V. 7.1.2 bringt weitere Verbesserungen bei replizierten Datenbanken: Semi-synchrone und synchrone Replikation ermöglicht Redundanz für bessere Lastverteilung und erhöht den Schutz gegen Datenverlust. Als weitere Neuerung steht die Replikation nun auch für Transbase® CD Datenbanken zur Verfügung.

Lesen Sie auch unsere Transbase® V. 7.1.2 Release Note. Für weitere Infos besuchen Sie unser Info-Center oder kontaktieren Sie uns.


Transbase® V. 6.9

Transbase® V. 6.9 bietet funktionale Erweiterungen wie Dataspaces, SQL-Erweiterungen, Replikation (Transbase® CD) und Leistungssteigerungen für Multi-Core-CPUs, die einen erheblichen Performanzgewinn erwirken.

Die Replikation von Master-Datenbanken auf mehrere Slave-Datenbanken wird durch den neuen Prozess tbrepl gesteuert.

Die Slave-Datenbanken sind read-only und können entweder als Hot-Backup oder zur dynamischen Lastverteilung verwendet werden. Hierzu kann ein sog. Datenbank-Grid eingerichtet werden. Ein Transbase® Server kann nunmehr so konfiguriert werden, dass keine dynamischen TCP-Ports, sondern nur noch zwei statische Ports benützt werden. Damit kann Transbase® wesentlich komfortabler hinter einer Firewall betrieben werden.

Transbase® CD wurde um sog. Generationsdeltas erweitert. Änderungen auf einer Transbase® CD Datenbank werden zu hochkomprimierten auch realtime verteilbaren Deltas zusammengefasst. Das Einspielen der Deltas ist robust und erfordert keinen bzw. geringen weiteren Kopier- und CPU-Aufwand, je nachdem ob man die Einspielzeit oder das Transfervolumen minimieren will.

Das Transbase® SQL Kernsystem wurde um Dataspaces erweitert, um die Fragmentierung von Seiten zu mindern. Die neue WITH Klausel erlaubt die Formulierung von Teilergebnissen zur Verwendung in einer nachfolgenden Query. Neben den bisher bekannten BLOBs stehen nun CLOBs zur Verfügung, die ausschließlich CHARACTER Texte aufnehmen können. CLOBs werden wie Strings behandelt, d.h. ggf. codekonvertiert. CLOBs können volltextindiziert werden.

Die Parallelverarbeitung von Abfragen mittels dynamisch gesteuerter Threads wurde ausgedehnt und verbessert. IO-Aufträge können nun parallel verarbeitet, was insbesondere für RAID-Systeme eine erhebliche Leistungsverbesserung verspricht.

Der Datenbank-Cache ist in mehrere Partitionen aufgeteilt (bis zu 128), die unabhängig voneinander gesperrt werden und so den Durchsatz im Parallelbetrieb erheblich erhöhen.

Lesen Sie auch unsere Transbase® V. 6.9 Release-Note und die Transbase® Update Distribution and Replication (V. 6.9 and later).